Ob in der Stadt oder auf dem Land: Immer häufiger gehören Baustellen, neue Leitungen und Glasfaser-Hausanschlüsse zum Straßenbild. Was vor einigen Jahren vielerorts noch Zukunftsmusik war, erreicht inzwischen immer mehr Haushalte und Unternehmen.
Wie deutlich sich der Ausbau entwickelt hat, zeigt die neue BREKO Marktanalyse 2026. Deutschland macht beim Glasfaser-Ausbau weiter Fortschritte. Besonders weit ist der Norden, denn einige norddeutsche Bundesländer gehören auch 2026 zu den Spitzenreitern.
Doch die Zahlen zeigen noch etwas anderes: Eine ausgebaute Glasfaser-Infrastruktur ist nur der erste Schritt. Entscheidend ist am Ende, dass aus verfügbaren Leitungen auch angeschlossene und aktiv genutzte Glasfaser-Anschlüsse werden.
In zwölf Monaten: plus 9,2 Prozentpunkte
Mitte 2025 lag die bundesweite Glasfaserausbauquote noch bei 52,8 %. Ein Jahr später sind es bereits 62,0 %. Damit ist die Quote innerhalb von zwölf Monaten um 9,2 Prozentpunkte gestiegen. Insgesamt können inzwischen rund 28,7 Millionen Haushalte und Unternehmen grundsätzlich über Glasfaser erreicht werden.
Zum Vergleich: Noch im Jahr 2022 lag die Ausbauquote bei gerade einmal 26,4 %. Innerhalb von vier Jahren hat sich der Anteil damit mehr als verdoppelt.
Wichtig dabei: Die Ausbauquote bedeutet nicht automatisch, dass an jeder dieser Adressen bereits ein aktiver Glasfaser-Anschluss genutzt wird. Sie zeigt vielmehr, wie weit die Glasfaser-Infrastruktur inzwischen in Deutschland vorgedrungen ist.

Quelle: BREKO Marktanalyse 2026
Der Norden bleibt beim Glasfaser-Ausbau vorn
Wer auf die einzelnen Bundesländer schaut, landet schnell im Norden Deutschlands. Schleswig-Holstein bleibt mit einer Ausbauquote von 94,0 % bundesweit an der Spitze. Direkt dahinter folgt Hamburg mit 92,5 %. Beide Bundesländer lagen bereits im vergangenen Jahr bei mehr als 90 % und haben ihr hohes Ausbauniveau weiter gesteigert.
Auch Bremen macht einen deutlichen Sprung. Dort steigt die Ausbauquote von 79,7 % auf 88,9 %. Innerhalb eines Jahres kommen damit mehr als neun Prozentpunkte hinzu.
Die Zahlen zeigen, wie weit der Glasfaser-Ausbau im Norden teilweise bereits gekommen ist. Gleichzeitig unterscheiden sich die Voraussetzungen deutlich. Während Stadtstaaten auf vergleichsweise kleiner Fläche ausbauen, müssen in Flächenländern viele kleinere Gemeinden und ländliche Regionen erschlossen werden.
Niedersachsen erreicht 73,4 % Glasfaserausbauquote
Besonders relevant für unsere Region ist der Blick auf Niedersachsen. Hier steigt die Glasfaserausbauquote innerhalb eines Jahres von 67,2 auf 73,4 %. Damit können inzwischen fast drei Viertel der potenziellen Anschlüsse grundsätzlich durch Glasfaser-Infrastruktur erreicht werden.
Gerade in einem Flächenland ist das ein wichtiger Fortschritt. Denn beim Ausbau geht es nicht nur um größere Städte. Auch kleinere Gemeinden, einzelne Ortsteile und ländliche Regionen müssen Schritt für Schritt mit moderner Infrastruktur erschlossen werden.
Genau hier setzt auch die Arbeit von lünecom an. In unseren Ausbaugebieten bringen wir Glasfaser in Städte, Gemeinden und ländliche Regionen und begleiten den Weg von der Planung über den Ausbau bis zum Glasfaser-Hausanschluss. Die Entwicklung eines gesamten Bundeslandes lässt sich natürlich nicht einem einzelnen Netzbetreiber zuschreiben. Mit unseren Projekten leisten wir aber vor Ort unseren Beitrag dazu, dass Glasfaser für immer mehr Haushalte und Unternehmen verfügbar wird.
Auch Mecklenburg-Vorpommern entwickelt sich weiter. Dort wächst die Ausbauquote von 60,9 auf 68,2 % und damit um 7,3 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.

Gebaut ist noch nicht angeschlossen
Die steigende Ausbauquote ist eine gute Nachricht. Gleichzeitig zeigt die BREKO Marktanalyse eine zweite Entwicklung, die für die kommenden Jahre immer wichtiger wird.
Denn beim Glasfaser-Ausbau gibt es mehrere Stufen, die nicht miteinander gleichgesetzt werden sollten:
Ausgebaut: Die Glasfaser-Infrastruktur ist vor Ort vorhanden und eine Adresse kann grundsätzlich erreicht werden.
Angeschlossen: Die Verbindung wurde tatsächlich bis zum Gebäude beziehungsweise zum vorgesehenen Anschlusspunkt hergestellt.
Aktiv genutzt: Der Glasfaser-Anschluss ist aktiviert und wird von einem Kunden für Internet und gegebenenfalls weitere Dienste genutzt.
Genau zwischen diesen Stufen liegt derzeit noch ein deutlicher Unterschied. Die Zahl der aktiven Glasfaser-Anschlüsse ist innerhalb eines Jahres von 6,6 auf 7,9 Millionen gestiegen. Gleichzeitig liegt die Glasfaseranschlussquote Mitte 2026 bei 29,8 %.
Das zeigt: Der Ausbau der Netze bleibt wichtig, aber die nächste große Aufgabe beginnt dort, wo die Leitung bereits vorhanden ist. Glasfaser muss bis in Gebäude und Wohnungen gelangen, Anschlüsse müssen aktiviert und anschließend auch tatsächlich genutzt werden.
Für Netzbetreiber wie lünecom bedeutet das, dass sich der Fokus nicht allein auf neue Ausbaugebiete richtet. Ebenso wichtig sind Hausanschlüsse, Aktivierungen und eine gute Begleitung der Kunden auf dem Weg zum tatsächlich nutzbaren Glasfaser-Anschluss.
Der Norden hat viel erreicht, jetzt zählt die Nutzung

Die BREKO Marktanalyse 2026 zeigt deutlich, wie schnell sich der Glasfaser-Ausbau entwickelt. Innerhalb eines Jahres ist die bundesweite Ausbauquote um mehr als neun Prozentpunkte gestiegen. Besonders der Norden liegt weiterhin weit vorne.
Schleswig-Holstein und Hamburg erreichen bereits Ausbauquoten von mehr als 90 %, Bremen nähert sich dieser Marke und auch Niedersachsen sowie Mecklenburg-Vorpommern machen weitere Fortschritte.
Doch mit dem Bau der Infrastruktur ist die Aufgabe nicht abgeschlossen. Die nächsten Schritte entscheiden darüber, ob aus verfügbaren Glasfaser-Netzen auch tatsächlich nutzbare Anschlüsse werden.
Für lünecom heißt das: weiter ausbauen, Glasfaser bis in die Gebäude bringen, Anschlüsse aktivieren und Menschen dabei unterstützen, die neue Infrastruktur tatsächlich zu nutzen. Denn erst dann wird aus einem Glasfaser-Netz in der Straße ein Anschluss, der im Alltag einen Unterschied macht.
Quelle: BREKO Marktanalyse 2026, Stand 30. Juni 2026.